Die Befundaufnahme ist die zentrale Grundlage jeder Immobilienbewertung. Gerade bei Bestandsgebäuden erfordert sie jedoch ein hohes Maß an bautechnischem Verständnis, präziser Beobachtung und systematischer Vorgehensweise. Denn nur wer den baulichen Zustand einer Immobilie korrekt erfasst und einordnet, kann darauf aufbauend belastbare Bewertungen erstellen.
In der Praxis zeigt sich, dass Unsicherheiten häufig bereits bei der Befundaufnahme beginnen: Bauteile werden ungenau beschrieben, Materialien falsch zugeordnet oder typische Konstruktionen älterer Gebäude nicht richtig erkannt. Genau hier setzt das Webinar an. Es vermittelt die notwendigen Grundlagen der Befundaufnahme, von Definitionen über die strukturierte Vorbereitung bis hin zur Durchführung und Nachbereitung.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der systematischen Einordnung typischer Bauelemente in Bestandsgebäuden. Sie erhalten einen fundierten Überblick über Aufbau und Funktion von Fundamenten, tragenden Bauteilen in Keller- und Obergeschoßen, historischen Deckenkonstruktionen und Gewölben sowie über typische Dachformen, Dachstühle und Dacheindeckungen. Ergänzend werden Fenster, Türen, Treppenhäuser, Bodenaufbauten und insbesondere Holzböden hinsichtlich ihrer bautechnischen Eigenschaften und ihrer Relevanz für die Bewertung eingeordnet.
Darüber hinaus wird aufgezeigt, welche typischen Bauschäden im Bestand auftreten und wie diese im Rahmen der Befundaufnahme frühzeitig erkannt werden können. Ziel ist es, Ihnen die Sicherheit zu geben, bauliche Gegebenheiten nicht nur zu beschreiben, sondern fachlich korrekt zu interpretieren und im Gutachten nachvollziehbar darzustellen.
Das Webinar stärkt damit eine der entscheidenden Kernkompetenzen in der Immobilienbewertung: Die Fähigkeit, den Bestand präzise zu erfassen und als Grundlage für eine belastbare, argumentativ saubere Bewertung zu nutzen.