Wer Mietzinsanpassungen rechtssicher beurteilen oder gestalten will, kommt an den aktuellen Entwicklungen nicht vorbei. Mit dem 5. Mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetz, dem Mietenwertsicherungsgesetz (MieWeG) und dem Zivilrechtlichen Indexierungsanpassungsgesetz (ZIAG) wurde ein Regulierungsrahmen geschaffen, der bestehende Bewertungs- und Beratungspraxis in wesentlichen Punkten verändert.
Im Mittelpunkt des Webinars steht die Frage, welche Konsequenzen diese Neuerungen für die Praxis tatsächlich haben – insbesondere für Sachverständige, Immobilienpraktiker und Berater, die mit Mietwerten, Mietzinsanpassungen und Vertragskonstruktionen befasst sind.
Behandelt werden die neuen Wertsicherungsregelungen bei frei vereinbarten Hauptmietzinsen, bei Richtwerten und Richtwertmietzinsen, Kategoriebeträgen sowie § 45-MRG-Mietzinsen und deren Auswirkungen auf bestehende und künftige Vereinbarungen. Ein besonderer Fokus liegt auf den praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung, etwa beim sogenannten „Einfädeln“, bei der neuen „Parallelrechnung“ sowie bei formalen Anforderungen, die je nach Anwendungsbereich des MRG differenziert zu beurteilen sind.
Darüber hinaus werden Erleichterungen für künftige Wertsicherungsvereinbarungen ebenso behandelt wie aktuelle Judikatur zur Vereinbarungsmöglichkeit von Wertsicherungsklauseln – ein Bereich, der in der Praxis weiterhin erhebliches Konfliktpotenzial birgt.
Das Webinar verbindet rechtliche Einordnung, Rechenlogik und praktische Anwendbarkeit. Ziel ist nicht nur, Neuerungen zu verstehen, sondern sie sicher in der Praxis anwenden und argumentieren zu können.